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Tennissport besitzt lange Geschichte


Tennissport besitzt lange Geschichte
Wenn man Menschen auf der Straße fragen würde, warum denn beim Tennis in den Schritten 0, 15, 30 und 40 gezählt wird, hätte wohl kaum einer die richtige Antwort parat. Ähnlich dürfte dies auch den Sportlern selbst gehen, die schon seit Jahren im Tennisclub vor Ort ihr Hobby rund um Tennisschläger und Filzball ausüben. Wie viele andere Sportarten auch, besitzt das Tennis eine lange Geschichte und hat über Jahrhunderte Begrifflichkeiten konserviert, die mittlerweile zum festen Vokabular gehören, ohne dass der Großteil wirklich etwas damit anfangen könnte. Wie Badminton oder Squash gehört Tennis zu den Rückschlagspielen, d.h., dass ein Ball mit der Hand, der Faust oder mit einem dafür vorgesehenen Spielgerät von zwei oder mehreren Mitspielern im Wechsel geschlagen wird. Schon vor 700 Jahren wurden in Europa derlei Spiele betrieben, zunächst noch ohne Tennisschläger. Der Ball durfte nur einmal aufspringen und musste mit der bloßen Hand gefangen werden. „Tenez“, was übersetzt „haltet“ oder „fangt“ bedeutet, riefen sich die Kontrahenten dabei zu. Aus diesem Ausruf entstand der in allen Sprachen mittlerweile feststehende Begriff Tennis. Bereits  1877 gab es beim ersten Turnier in Wimbledon allgemein anerkannte Regeln. 1880 waren die Regeln unter Mitarbeit des Verfassers der grundlegendsten Tennislehrbücher Julian Marshall soweit präzisiert, dass sie fast ohne Änderungen von der englischen Tennis Federation anerkannt werden konnten. Auch in Deutschland wurden jetzt die ersten Turniere ausgetragen und damit die Grundlagen für den Tennisboom zum Ende des 20. Jahrhunderts geschaffen, als ein Boris Becker mit seinem Spiel die Nation begeisterte. Die Zählweise hat ihren Ursprung übrigens in den Ballspielhäusern des 12. und 13. Jahrhunderts, als die Spieler Geld, genauer gesagt 15 Sous für einen Fehler bezahlen mussten.
Autor: Maik Langenberg

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