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Picasso, Braque und der Kubismus


Picasso, Braque und der Kubismus

Der Beginn des 20. Jahrhunderts in Paris war von einem künstlerischen Aufbruch geprägt, der den unterschiedlichsten Richtungen und Entwicklungen reichlich Nährboden bieten konnte. Auch wenn das Künstlerleben, besonders zu Beginn einer Karriere, den Broterwerb nicht wirklich sicherstellte, bot Paris jedoch gute Rahmenbedingungen. Die École des Beaux Arts zog junge Künstler an, der Louvre ermöglichte das Studium Alter Meister, in zahlreichen Galerien und Salons konnten neue Werke ausgestellt werden und Kunstsammler und Mäzene offerierten bestenfalls finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus war es jedoch das besonders hohe Aufkommen junger Künstler in der Stadt, das zu wesentlichen Kontakten und Gruppenbildungen führte. Eine dieser wesentlichen Begegnungen ist sicherlich die der beiden Künstler Pablo Picasso und Georges Braque. In enger Zusammenarbeit begründeten sie in den Jahren 1907 bis 1909 die Prinzipien des Kubismus, der um 1911 bis 1914 seinen Höhepunkt erreichte und viele Anhänger hatte und nachhaltig auf die Kunst und Architektur nachfolgender Generationen einwirkte. Ziel der beiden „Väter“ des Kubismus war es, Dimensionen wie Zeit und Bewegung in die Darstellung eines Gegenstandes einzubeziehen. Der Vorgang des sehenden und Bewegung bedingenden Erfassens eines dreidimensionalen Objektes wie beispielsweise einer Violine oder Flasche, wurde in die Komposition integriert, indem verschiedene Ansichten gleichzeitig gezeigt wurden. Entgegen der ausdrucksstarken Farbigkeit, wie sie etwa bei den Fauvisten oder auch bei Gauguin und van Gogh zu finden war, operierten gerade Picasso und Braque mit einer sehr reduzierten Farbigkeit, die somit den Fokus auf das Zusammenspiel und die Formen der Teilansichten eines Gegenstandes richteten. Bilder wie etwa Georges Braques „Violine und Krug“ (1910) oder Pablo Picassos „Geige und Gitarre“ (1913) veranschaulichen diese Prinzipien. So empfehlen sich auch für die heimische Präsentation solcher Poster,Kunstdrucke in Bilderrahmen, die eher zurückhaltend sind, um von Form und Struktur dieser Bilder nicht abzulenken.

 

Autor: Elke Lohre

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