| Speicherkonfiguration für eine höhere Serverleistung
|
|
Das Optimieren der Serverleistung gehört zu den zentralen Aufgaben bei der Administration eines umfangreichen Datenbanksystems. Bei dem Software-Produkt Microsoft SQL Server geschieht dies unter anderem durch die Konfiguration der Speicheroptionen. Dies muss jedoch nicht manuell durchgeführt werden, denn dafür steht der Speicher-Manager zur Verfügung. Startet man den SQL Server, so wird die Speicher-Zuordnung dynamisch festgelegt, je nachdem wie viel das Betriebssystem und die übrigen Anwendungen gerade an Speicher benötigen. Dadurch, dass in der Regel sowohl der Rechner als auch der SQL Server einer wechselnden Auslastung unterliegen, ändert sich auch entsprechend der zugeordnete Arbeitsspeicher.
Für die Konfiguration der Speicherauslastung kann beispielsweise die Option „min server memory“ verwendet werden. Damit wird erreicht, dass der SQL Server keinen Arbeitsspeicher freigibt, der unter dem minimal konfigurierten Serverarbeitsspeicher liegt, wenn er einmal den Schwellwert erreicht hat. Mittels der Serverkonfigurationsoption „max server memory“ kann wiederum festgelegt werden, wie viel Speicher durch SQL Server höchstens zugeordnet werden kann zum Zeitpunkt des Startens und zur Laufzeit. Wird hier ein Wert definiert, so kann somit sichergestellt werden, dass andere Anwendungen, die parallel zum SQL Server laufen ausreichend Arbeitsspeicher abbekommen. Eine weitere Konfigurationsoption ist „max worker threads“. Hiermit kann die Zahl der Threads angegeben werden, die zur Unterstützung der Benutzer verwendet werden, welche mit dem SQL Server verbunden sind. Mittels der Option „index create memory“ kann hingegen Einfluss darauf genommen werden, wie viel Arbeitsspeicher für die Indexerstellung von den Sortieroperationen genutzt werden soll. Schließlich gibt es noch die Option „min memory per query“. Mit dieser kann angegeben werden, welches Minimum an Arbeitsspeicher beim Ausführen einer Abfrage verwendet wird. Werden viele Abfragen nebeneinander ausgeführt, so könnte ein höherer Wert hier dazu beitragen, dass die Performance von Abfragen, die arbeitsspeicherintensiv sind gesteigert wird. Andererseits sollte gerade auf Systemen, die recht ausgelastet sind nicht ein zu hoher Wert festgelegt werden, denn sonst kann es passieren, dass die Abfrage solange verzögert wird, bis das Minimum an Arbeitsspeicheranforderung erfüllt ist. Näheres über eine optimale Serverleistung von MS SQL Server erfährt der Interessent z.B. auf entsprechenden Schulungen. Eine solche Möglichkeit sind die Seminare: Microsoft SQL Server .
Gisela Bsdok bsdgi@yahoo.de |
|
|
|
|
|
|
|
|