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Die Geschichte und die Ausbildung der Dolmetscher


Die Geschichte und die Ausbildung der Dolmetscher

Die Ausbildung zum Dolmetscher wird u. a. an den Hochschulen in vielen Bundesländern und in Bayern an den sogenannten Fachakademien absolviert. In erster Linie muss man seine Muttersprache perfekt beherrschen und zwar gilt das für das Sprechen dieser Sprache genauso wie für das Schreiben.

Wenn wir jetzt mal in diesem Zusammenhang Deutsch als Muttersprache nehmen mit einer sehr komplizierten Grammatik, muss man auch diese sehr gut beherrschen. Was dann zusätzlich noch dazu gehört sind die Fachgebiete wie zum Beispiel Recht, Wirtschaft, Technik und Medizin, da sollte man sich auch mit den Fachbegriffen auskennen.

Gehen wir mal zurück ins 18. Jahrhundert, damals wurden gerade in Europa die ersten Dolmetscherschulen gegründet, diese entstanden aufgrund der Wirtschaft und des Handels und waren auch so ausgerichtet. 1887 gab es die erste Dolmetscherschule, die sogenannte Ausbildungseinrichtung für Sprachmittler und zwar an der Berliner Universität. Dort wurde ein Seminar für orientalische Sprachen angeboten für die sogenannten Reiseführer aus dem Nahen Osten, die auch Dragomanen genannt wurden.

Zehn Jahre später, also 1897 gab es dann schon u. a. Seminare für Arabisch, für die chinesischen Sprachen, für Griechisch, Japanisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Die Sprachen wie zum Beispiel Englisch, Französisch, Rumänisch, Portugiesisch, Polnisch, Böhmisch/Tschechisch, Italienisch und Serbokroatisch kamen dann noch bis ca. 1926 hinzu.

Der Beruf des Konferenzdolmetschers entstand eigentlich nach dem ersten Weltkrieg. Zu der Zeit galt Französisch als sogenannte Diplomatensprache, welche die Botschafter und Gesandten zum größten Teil beherrschten.

Es gab jetzt aber auch Konferenzen für die Staats- und Regierungschefs oder für die Außenminister und gerade die Regierungsmitglieder hatten ihre Probleme mit den Fremdsprachen.

Wegen dieser Verständigungsprobleme wurde der Beruf des Konferenzdolmetschers geschaffen, dieser sozusagen fachlich geschulte Dolmetscher sollte eine einwandfreie Verständigung zwischen den einzelnen Mitgliedern in den Konferenzen ermöglichen.

Autor: Norbert Mehl

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