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Die Eignung von Musiktherapie bei Hyperaktivität


Die Eignung von Musiktherapie bei Hyperaktivität

Die Musiktherapie ist sehr nützlich, wenn Kontaktschwierigkeiten bei Kindern vorliegen, das Sozialverständnis gestört ist und Koordinationsschwierigkeiten bestehen. Aus diesem Grund erscheint Musiktherapie durchaus  eine sinnvolle Hilfe zur pädagogischen Förderung von hyperaktiven Kinder zu sein. Durch Musik können auf spielerische Art und Weise Gefühle zum Ausdruck gebracht und wahrgenommen werden. Das ist ein Grundprinzip des musiktherapeutischen Ansatzes. Weiterhin ist davon auszugehen, dass durch die musikalische Improvisationen Beziehungen hergestellt werden können.
Musik kann als therapeutisches Medium sehr unterschiedlich auf hyperaktive Kinder wirken, es begleiten und Orientierungen geben:

1. Das Akzeptieren der Störungen
Das hyperaktive Kind kann sich mit seinem auffälligen Verhalten in das therapeutische Geschehen einbringen. Musiktherapie bietet hierfür den Raum und die Zeit. Die Kinder können sich frei ausdrücken. Dabei haben der Klang und der Rhythmus eine Stützfunktion. Störendes Verhalten wird als schöpferische Herausforderung angenommen. Folglich fühlen sich die Kinder verstanden und akzeptiert. Hierdurch wird das Selbstvertrauen gestärkt.

2. Die Zentrierung
Der Impuls für die Konzentrationsfähigkeit des hyperaktiven Kindes muss aus dem Inneren kommen. Dafür muss ein Bewusstsein des eigenen Selbst entwickelt werden, damit das Kind aus diesem Zentrum heraus lernen kann, sich zu konzentrieren. Die Musik unterstützt das Kind im Prozess der Zentrierung. Rhythmus und Klang bewirken, dass das Kind hinhört, sich auf etwas einlässt und sich konzentriert. Die Musikinstrumente übernehmen die Funktion des Vermittlers zwischen der Innen- und der Außenwelt. Die Folge ist eine Vertiefung und Intensivierung des kindlichen Bewusstseins. Das hyperaktive Kind erlebt sich als Ganzes. Die intra- und interpersonalen Prozesse werden intensiver wahrgenommen.

3. Die Regeneration
Die Hyperaktivität ist der Ausdruck einer permanenten Suche der Kinder nach sich selbst. Dabei wird die Unruhe von der Unsicherheit und die Aggression von der Angst begleitet, die Auslöser von Stress sind. Hyperaktive Kinder befinden sich in einem ständigen Teufelskreis, bei dem Hyperaktivität ein Zeichen von Stress ist, der gleichzeitig wieder durch die Hyperaktivität verstärkt wird. Dadurch kommen die Kinder nicht zur Ruhe. Der Teufelskreis kann durch die regenerative Wirkung der Musik durchbrochen werden. Das hyperaktive Kind bekommt durch die Musik die Möglichkeit sich zurückzuziehen, sich zu erholen und sich fallen zu lassen. Dadurch kann da Kind Vertrauen aufbauen, woraus sich neue Kräfte mobilisiert lassen.

Klaus-Martin Meyer
ADS Hyperaktivität

Autor: Klaus-Martin Meyer

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