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Was ist „sicher“ bei der Rente - im Alter trübe Aussichten?


Was ist „sicher“ bei der Rente - im Alter trübe Aussichten?
Immer weniger Beitragszahler, immer mehr Rentner. Verschärft wird diese Situation durch lange Ausbildungszeiten, Probleme auf dem Arbeitsmarkt sowie durch die Frührente. Doch wirklich dramatisch wird es, wenn die heutigen geburtenstarken Jahrgänge in rund 25 bis 30 Jahren in Rente gehen. Der heutige Stand fasst sich leider wie folgt zusammen: immer weniger Beitragszahler, immer mehr Rentner, zusätzlich immer längere Ausbildungszeiten, eine steigende Lebenserwartung und zusätzliche Belastungen der Rente durch steigende Steuern und Abgaben sowie versteckte Steuererhöhungen.

Die Renten in Deutschland werden bis 2009 voraussichtlich stagnieren und bis 2019 nur verhalten steigen. Das geht aus dem Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung hervor, den das Kabinett kürzlich bestätigte. Wie Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) sagte, wurde zugleich beschlossen, künftig keine Ein-Euro-Jobs mehr in die Referenzsumme für die Entwicklung der Lohnsumme aufzunehmen, um die Basis für eine Rentenanhebung wieder zu erweitern.

„Fasst man die ersten Ergebnisse der Koalitionsvereinbarung zusammen, so wird sich die Situation der gesetzlich Rentenversicherten in Deutschland in den kommenden Jahren nicht verbessern“, meint zu diesen traurigen Zuständen Michael Turgut, Vorstand der IFF AG aus Hof.

Vom Kabinett beschlossen wurde laut Müntefering ferner, die bislang nicht umgesetzte "Dämpfung" des Rentenanstiegs über einen Nachholfaktor voraussichtlich ab 2012 zu realisieren. Innerhalb von fünf Jahren soll demnach eine Summe von knapp zwei Milliarden Euro eingespart werden, indem die Rentenanpassung deutlich unter der Lohnentwicklung liegen soll.

Laut dem gleichzeitig vorgelegtem Alterssicherungsbericht wird die gesetzliche Rente auch in Zukunft "Kern der Altersversorgung" bleiben. Doch müsse die private Vorsorge gestärkt werden, betonte Müntefering. Zwar gehen die Koalitionsparteien davon aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung, wichtigste Säule der Altersversorgung darstellt. Darüber hinaus sei aber die betriebliche und private Altersvorsorge unerlässlich. Genau hier bestehen aber noch große Defizite, wie der Hofer Finanz-Spezialist Michael Turgut meint: „Die zusätzliche Altersvorsorge muss künftig einen höheren Stellenwert erhalten, um den im Berufsleben erreichten Lebensstandard auch im Alter aufrecht erhalten zu können. Hierfür steht ein umfangreiches Instrumentarium mit steuerlichen Elementen und Zulagen zur Verfügung. Fernerhin gibt es eine Fülle von interessanten Vorsorgemöglichkeiten im Bereich der privaten Altersabsicherung.“

Bei der Altersvorsorge gibt es kein Patentrezept für alle. Die persönliche Lebenssituation bestimmt den Vorsorgebedarf und -aufwand. Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg bei der privaten Vermögensbildung mit Zins und Zinseszins ist die Zeit. Mit wenig Geld früh anzufangen ist sinnvoller als zu warten. Ob aber Aktienfonds oder private Rentenversicherungen ein geeignetes Instrument der Altersvorsorge sind, das entscheidet sich vor allem nach Lebensalter, Anlageerfahrung, Risikoneigung sowie Einkommen und Vermögen.

„Viele Privatanleger sind in Anbetracht der Komplexität des internationalen Kapitalmarktes jedoch überfordert, haben weder die nötige Zeit noch das nötige Kapital, um eine zielgerichtete Vermögensplanung zu gewährleisten“, meint der Finanz-Spezialist Michel Turgut.
Autor: Albert Albrecht

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