Die Goldene Regel VOR einem wie auch immer gearteten Bleaching lautet:
Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt. Alles andere kann gutgehen - kann aber auch zu unliebsamen Überraschungen wie fleckigen Zähne, schädigung der Zähne oder des Zahnfleischs führen.
Wenn Brad oder Angelina mit ihrem strahlenden Leinwandlächeln verführen, vergisst man gerne, dass jene alle Jahre wieder zum Bleaching gehen müssen, wie normal Sterbliche eben auch. Bleaching ist in der Traumfabrik, wenn nicht in ganz USA in aller Munde. Auch hierzulande rückt das Bleichen der Zähne immer mehr ins Scheinwerferlicht. Zur Wahl stehen die Behandlung beim Zahnarzt oder der Griff zum Aufheller aus dem Drogerieregal.
Zahnärzte bieten zwei Bleaching-Varianten an:
"In-office-bleaching":
- Der Zahnarzt trägt das Bleichgel am Behandlungsstuhl auf die Zähne auf. Während einer Aktivierungszeit von etwa 30 Minuten werden die Zähne aufgehellt. Dieser Vorgang muss eventuell ein- bis zweimal wiederholt werden, bis der gewünschte Bleicheffekt erreicht ist. Das Bleichen erfolgt durch Carbamid-Peroxid (Wirkstoffkonzentration zirka 35 Prozent)
- "Home-bleaching": Nach vorbereitenden Maßnahmen beim Zahnarzt setzt der Patient die Anwendung zu Hause fort. Dazu gibt er den Wirkstoff mit einer Konzentration von zirka 10 bis 16 Prozent auf eine Zahnschiene, die dann eine Zeit lang getragen werden muss, zum Beispiel nachts.
Unter zahnärztlicher Anleitung und Kontrolle sind diese Formen der Zahnaufhellung weitgehend sicher. Weder Zähne noch Zahnhälse werden angegriffen. Wichtig ist, dass die Zähne nach der Behandlung versiegelt werden. Bleaching nach zahnärztlichen Methoden hält etwa drei bis fünf Jahre.
Tipp: Verfärbungen, die beispielsweise von Kaffee, Tee, Nikotin oder Rotwein stammen, können häufig schon mit einer einfachen zahnärztlichen Zahnreinigung beseitigt werden. Bleichen ist da gar nicht nötig.
Aufhellungssysteme für zu Hause:
- Aufhellungsstreifen:
Diese Einmal-Streifen werden oben und unten auf die vorderen Zähne aufgeklebt. Sie sind mit dem Bleaching-Gel beschichtet. Je nach Hersteller findet die Anwendung etwa 14 Tage lang zweimal am Tag für 30 Minuten statt. Das Ergebnis soll drei bis zwölf Monate halten.
- Aufhellungsgel:
Hier wird der flüssige Wirkstoff mit einem Pinsel oder Applikator auf die Zähne aufgetragen. Im Gegensatz zu den Streifen kann man damit auch einzelne Zähne und Backenzähne bleichen. Bei einer 14-tägigen Anwendung zweimal täglich sollen die Zähne für etwa sechs Monate weißer bleiben.
Auch wenn diese Mittel für zu Hause deutlich niedriger konzentriert sind als beim Zahnarzt, bergen sie Risiken: Die Zähne werden eine Zeit lang empfindlicher, weil der Zahnschmelz aufgeraut wird und die Farbstoffe aus dem Zahn verändert oder herausgelöst werden.
Die Wirkstoffe können auch Zahnfleisch und Zahnhälse reizen. Je länger das Bleichmittel einwirkt, desto empfindlicher werden die Zähne. Deswegen immer die Dosierungshinweise beachten. Außerdem: Vor jeder Anwendung sollte man die Zähne gründlich putzen, damit das Bleichmittel optimal wirken kann und das Ergebnis gleichmäßig wird.
Ganz gleich, für welche Bleaching-Methode man sich entscheidet: Eine ausführliche Untersuchung beim Zahnarzt sollte jeder Behandlung unbedingt vorausgehen. Der Zahnmediziner klärt den Patienten über individuelle Risiken auf und kann feststellen, ob die Zähne zum Bleichen überhaupt geeignet sind.
Bleaching sollte zum Beispiel nicht angewendet werden bei defekten Füllungen, freiliegenden Zahnhälsen, Kronen, schweren Krankheiten, Allergien sowie bei starken Rauchern, Schwangeren und Kindern. Langzeitstudien über mögliche Schäden gibt es derzeit noch nicht.
Was kostet das Ganze? Bleichmittel aus dem Handel für zu Hause kosten zirka 15 Euro. Der Zahnarzt berechnet ab rund 300 Euro für beide Kiefer. Die Kosten für das Bleichen am Behandlungsstuhl und mit der Schiene sind unterschiedlich hoch und von Arzt zu Arzt verschieden. Als kosmetische Maßnahme wird Bleaching nicht von der Krankenkasse bezahlt. |