| Intelligenz von Papageien
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Die weit verbreitete Meinung: Papageien können die menschlichen Laute bloß nachahmen ohne deren Bedeutung zu verstehen stimmt überhaupt nicht. Dies versucht Dr. Irene Pappenberg, eine Verhaltensforscherin aus den USA schon seit 1977 zu beweisen. Ihr Graupapagei Alex ist seit dem weltberühmt geworden und tatsächlich bringt er jedem, der ihm kennenlernt zum Staunen. Alex kann heute genau sagen was er haben möchte und dies auch noch mit kleinen Sätzen, wie „will Nuss“ oder „will Korken“. Sein als erstes erlerntes Wort war „Papier“, doch seit dem kann Alex Farben und Formen erkennen, unterscheidet ob etwas kleiner oder größer ist oder ob Dinge gleichgroß sind.
In ungefähr 80% der Fälle kann Alex die Sachen, die er gezeigt bekommt, genau unterscheiden – von einem Stein bis hin zu einem Schlüsselbund --, anhand der Form, der Farbe oder des Materials. Er kann genau sagen, was er will: "Ich möchte den gelben Schlüssel." Wenn er von all dem müde geworden ist wird er sagen: " Möchte jetzt gehen."
Nachdem er nunmehr neunzehn seiner zwanzig Jahre mit Dr. Pepperberg trainiert, hat Alex gelernt zu zählen und mitzuteilen, wieviel Objekte einer bestimmten Art sich innerhalb einer Vielzahl anderer Objekte - unterschiedlichster Art und Farben - befinden.
Am erstaunlichstem ist aber der Fakt, dass Alex seit neuesten seine eigenen Bezeichnungen erfindet, als wenn er aus den ihm bekannten Wörtern Bezeichnungen für noch unbekannte Dinge zu basteln versuchte. So identifizierte er eine Mandel mit Schale als „corknut“ (verkorkte Nuß), was daraus schließen lässt: Er versteht genauestens was er da sagt.
Der Hund Rico, der schon vor 5 Jahren in „Wetten dass“ die Zuschauer beeindruckte, kann aus 200 Stofftieren auf Zuruf das richtige Stofftier bringen. Die Sendung machte auch Forscher auf Rico aufmerksam und sie starteten einige Tests. So wurden ihm z.B. acht Spielsachen, wovon ihm nur sieben Gegenstände bekannt waren, vorgelegt. Bei namentlicher Nennung eines bekannten Gegenstandes, konnte Rico den richtigen bringen. Erstaunlich war, er konnte auf diese Weise in sieben von zehn Fällen auch das unbekannte Objekt auswählen. Rico kann also scheinbar durch Ausschlussverfahren („fast mapping“) einen neuen Begriff mit einem neuen Objekt in Verbindung bringen.
Diese "fast mapping"- Fähigkeit galt bislang als dem Menschen vorbehalten - und könnte doch, so die These, ein genereller Lernmechanismus sein, der sich vor sowie unabhängig von der menschlichen Sprache entwickelt hat.
Der Papagei Alex aus Amerika und der Bordercollierüde Rico beweisen eindeutig, dass Tiere viel intelligenter sind als man vermutet hätte.
Frage ist: Wieviel mehr könnten unsere Hunde noch lernen wenn ihnen die Lebenserwartung der Papageien möglich gewesen wäre? |
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