Andalusien - weiße Häuser und weite Berge
Seit ich das erste Mal in Andalusien war,zieht es mich immer wieder hin. So viel Sehenswertes hätte ich nicht erwartet. Nicht nur Party,sondern auch Kultur werden hier groß geschrieben - wenn man sie sucht. Wir hatten uns ein Ferienhaus gemietet, etwas abseits von dem Trubel. So waren wir unabhängig und konnten den Tag nach unserem Gusto genießen. Mit dem Mietwagen fuhren wir durch die Berge - es war einfach fantastisch!! Ronda ist eine sensationelle Stadt,die berühmte Ponte Nuevo, die hängenden Häuser,die Stier-Arena - alles bemerkenswerte Plätze. Man hat eine grandiose Sicht auf die Weite der kargen Landschaft.

Es ist sehr heiß im Landesinneren,man sollte unbedingt eine Kopfbedeckung tragen. Wir machten eine kleine Rundfahrt und aßen mittags in einer Taverne am Straßenrand - einfach himmlisch! So ursprünglich und unkompliziert, Hühner hüpften herum und gackerten, Katzen schlichen um die Beine.

Auf der Rückfahrt ging es bergab und ich freute mich über jedes Lüftchen. Unbegreiflich waren für mich die vielen Radfahrer,die uns bergauf entgegenkamen. Es ist ein Erlebnis, die sich schlängelnden Straßen entlang zu fahren,den Blick über die Berge bis ans Meer gleiten zu lassen, unvorstellbar romantisch der Sonnenuntergang.

Sehenswert ist auch Mijas, das kleine weiße Bergdorf. Es ist zwar touristisch aufgepeppt,aber trotzdem faszinierend. Viele der pittoresken Häuser und Gässchen sind mit Blumen und grünen Pflanzen geschmückt. Farne und Zitrusbäumchen stehen auf der Straße,Bougainvillen klettern an den Hauswänden empor, auf Treppen stehen Geranientöpfe, oftmals werden sie sogar außen am Haus befestigt. Witzig sind hier die „Burro-Taxis“, liebevolle Esel,die mit Rückspiegel und Registriernummer als Transportmittel ausgewiesen sind. In einem Miniatur-Museum findet man eine große Ausstellung kleiner Objekte jeder Art.
Abends genießt man am besten in einer urigen Taverne der Einheimischen bei Wein und Fisch. Ein Muss ist der Jerez, ein sehr trockener, leichter Sherry, der bereits gern mittags in der Tapas-Bar getrunken wird. Der Flug nach Malaga dauert nur ca. gut 2 Stunden,wenn er nicht via Palma de Mallorca geht. Einen Mietwagen hatten wir uns bereits über das Internet für die Ankunft am Flughafen reserviert und waren dadurch sofort unabhängig. Aufgrund der kurzen Anreisezeit ist es auch interessant, mal nur für eine Woche hinzufliegen. Wir werden es auf jeden Fall tun.
Autor: Annette Janine Bellof

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