Lichtarbeit – ein Zweig der Esoterik
Die Lichtarbeit ist ein Zweig der Esoterik. Es handelt sich um ein Gemenge aus Newage, Spiritualität und hinduistischer bzw. buddhistischer Philosophie. Die Lichtarbeit ist schwer zu definieren, da jeder Lichtarbeiter seine eigenen Vorstellungen davon hat, was Lichtarbeit ist und was sie bezweckt. Das „Licht“, um das es geht, ist angeblich eine Energie, die man anzapfen und gebrauchen kann. Damit sollen dann Dinge wie Heilung, Kräfteausgleich, Harmonisierung oder Erlösung erreicht werden. Viele Lichtarbeiter glauben, dass sie selbst einem Transformationsprozess unterliegen, der bewirkt, dass sie sich vom körperlichen, grobstofflichen Zustand immer mehr in einen geistigen, feinstofflichen Zustand verwandeln.

Psychologen haben festgestellt, dass Menschen, die sich mit Dingen wie Lichtarbeit und Esoterik beschäftigen oft an einem Realitätsverlust leiden. Sie glauben an Ufos, Lichtwesen, die mental zu ihnen sprechen oder an Kristalle, die sie für Lebewesen halten und die energetisch wirken können.
Aus christlicher Sicht ist dies eine bedenkliche Entwicklung. Esoteriker und Lichtarbeiter neigen dazu, der Wirklichkeit durch ihre Betätigung entfliehen zu wollen und in Scheinwelten abzutauchen. Die hinduistische/buddhistische Prägung der Lichtarbeit resultiert auch aus einer Unzufriedenheit mit dem westlichen Gesellschaftsmodell, das für viele nicht mehr attraktiv zu sein scheint. Doch eine Flucht in vermeintlich bessere Gesellschafts- und Religionsmodelle ist nicht dazu geeignet, der persönlichen Unzufriedenheit abzuhelfen. Im Gegenteil, Menschen, die sich immer mehr vom gegenwärtigen Gesellschaftsmodell abkapseln und sich Scheinwelten innerhalb der Esoterik aufbauen, werden auf lange Sicht nur noch unzufriedener. Denn so gut wie immer stellen sich diese Scheinwelten als schlimmer und brutaler als das reale Leben hier heraus. So sind beispielsweise die Menschen in Indien, die real im System des Hinduismus leben, sehr unglücklich, da sie in ärmlichen Verhältnissen leben und geknechtet werden durch das unbarmherzige System des Karma. Karma bedeutet, dass ein Mensch immer wiedergeboren wird, um Böses aus angeblichen früheren Leben abzutragen. Diese Vorstellung führt die Menschen in hinduistischen Ländern in Depression und Unglück.

Es wird daher empfohlen, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Es ist besser, sich den gegenwärtigen Zuständen zu stellen, als in irreale Welten zu flüchten. Wer dennoch Bedarf an Beratung hat, kann erfahrene Seelsorger aufsuchen, die bundesweit zur Verfügung stehen. Diese sind bemüht, die bestmögliche Hilfe und Beratung in der jeweiligen Lebenssituation anzubieten und zu einer Lösung zu kommen – und dies natürlich kostenlos. Seelsorger können von Kirchen oder Freikirchen vermittelt werden.